%% $Id: opensource.tex,v 1.8 2000/06/07 20:38:57 ingo Exp $

\documentclass[a4paper]{article}
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\usepackage{graphicx}

\begin{document}
\title{Freie Software}
\date{Sun May  7 19:46:43 2000}
\author{Ingo Ruhnke grumbel@gmx.de}

% Was ist OpenSource/Free Software
% Das GNU Projekt
%  Der Hurd Kernel
% Der Linux Kernel

\maketitle
\tableofcontents

\section{Was ist Open Source/Free Software}
\subsection{Einf"uhrung}

In den letzten Jahren ist \emph{GNU/Linux}\footnote{ GNU/Linux wird
  meist auch einfach nur Linux genannt} immer popul"arer geworden. Von
den Anf"angen um 1991 herum bis heute ist die Anzahl an Benutzern und
Entwicklern stetig gestiegen. Am Anfang als Freak und Hacker System
verschrieen, entwickelte es sich "uber den Server Markt jetzt zu einem
Konkurenz f"ahigen System f"ur den Desktop Mark. Selbst Microsoft hat
inzwischen die m"ogliche Gefahr erkannt, wie in den \emph{Halloween
  Papers} zu lesen war.

Im folgenden werde ich auf die Hintergr"unde und Motivation eingehen,
die zu dieser Entwicklung gef"uhrt haben. 

\subsection{Freie Software (Free Software)}

Als erstes w"are erstmal der Begriff der \emph{Freien Software} oder
auch \emph{Free Software} zu kl"aren. Dieser ist vorallem durch das
\emph{GNU Project} und die damit verbundene GNU GPL (GNU General
Public License) gepr"agt worden. Seine Definiton, wie sie zum Beispiel
in den Richtlinien \footnote{http://www.debian.org/social\_contract}
f"ur freie Software des Debian Projects zu finden ist oder auf den
Seiten der Free Software
\footnote{http://www.gnu.org/philosophy/free-sw.html} Foundation,
besagt im wesentlichen folgendes:
      
\begin{itemize}

\item 
  Die Software darf in ihrer Nutzung nicht eingeschr"ankt sein
  
\item
  Die Software muss unbeschr"anckt weiter gegeben werden d"urfen
  
\item
  Die Quell Codes m"ussen offen liegen
  
\item
  Ver"anderungen am Quell Code und deren weitergabe m"ussen erlaubt
  sein.
       
\end{itemize}

Die GNU GPL ist aber bei weitem nicht die einzigste Lizens, die diesen
Bedingungen entspricht, weitere weit verbreitete Lizens w"aren zum
Beispiel die BSD Lizense, die X11 Lizense oder die Qt Public License.
Insgesamt ist Freie Software also dazu gedacht dem Benutzer von
Software soviele Rechte einzur"aumen wie m"oglich.

%% FIXME: Links  hinzu fuegen %%

\subsection{Open Source Software}
Der Begriff \emph{Open Source Software} (kurz OSS) wurde durch das von
Eric Steven Raymond\footnote{http://www.tuxedo.org/~esr/} ins Leben
gerufene Open Source\footnote{http://www.opensource.org} Project
gepr"agt. Der Begriff bezeichnet im wesentlichen das selbe wie der
Begriff der Freien Software, doch die Motivation die Hinter ihm steht
ist eine andere.

W"arend die Free Software Foundation\footnote{http://www.fsf.org}
Freie Software vorallem dadurch begrundet sieht, das sie dem Benutzer
einer Software die gr"osst m"ogliche Freiheit gibt, geht die Open
Source bewegung mehr den kommerziellen Weg, in dem sie die Gr"unde
f"ur Open Source Software vorallem praktisch begr"undet. Als Gr"unde
f"ur Open Source Source wird zum Beispiel angegeben, da"s die
Entwicklung meisst schneller geht und auch das finden von
Fehlern (Bugs) leichter wird wenn die Quellen offen liegen.

Das Problem was durch die Open Source Bewegung aber entstanden ist,
ist da"s viele neue Lizensen entstanden sind, die dem Benutzer in
seiner Freiheit einschr"anken. Beispiele hier f"ur sind die Apple APSL
oder die Sun Community Source Lizense, diese bieten zwar dem User die
m"oglichkeit sich den Quell Code anzuschauen, aber erlauben das
eraendern nur eingeschraenkt oder gar nicht. Au"serdem r"aumen sie dem
Unternehmen meist Sonderrechte ein, so zum Beispiel das alle
"Anderungen an dem Quell Code in properit"are Versionen "ubernommen
werden d"urfen.
    
% \subsection{Warum sollte jemand Freie Software schreiben?}

% Wenn man sich mit Freier Software anf"angt zu besch"aftigen
% wird man sich vielleicht die Frage stellen warum jemand Freie
% Software schreiben sollt und nicht statt dessen proprit"are
% Software.

% Die Gr"unde f"ur Freie Software sind vielf"alltig, sie reichen
% von Grunds"atzlichen Ansetzen wie Philosophie "uber den Spass am
% Programmieren bis zum rein komerziellem Interesse. 

\section{GNU's not Unix}

\subsection{Die Philosophie des GNU Projektes}

%% \includegraphics[height=5cm]{gnu-head.ps}

Das GNU Project, welches 1984 von Richard
M. Stallman\footnote{http://www.gnu.org/people/rms/} (im allgemeinen
einfach RMS genannt) gegr"undet w"urde entstand vorallem aus Ideellen
Grunden heraus und weniger aus praktischen. Die Grunds"atze, die vor
allem von RMS vertreten werden und auch in einigen seiner
Texte\footnote{http://www.gnu.org/philosophy/} nachzulesen sind, sind
so naheliegend wie abwegig in der heutigen Zeit, in der auf nahezu jedem
Heim Rechner Windows und damit properit"are Software l"auft.

Ein wesentlicher Vorteil der digitalen Technologie im gegensatz zu
allem herk"ommlichen ist, dass sie es erlaubt Daten und damit Software
beliebig oft zu kopieren und zu vervielf"alltigen. Das steht nun aber
genau dem Interesse der Software Firmen entgegen, die ihre Software
verkaufen wollen und es somit unterbinden wollen, dass Software frei
kopiert werden darf. Somit ist es in aller Regel untersagt Software
frei zu kopieren. So verwenden die Software Firmen
begriffe wie Diebstahl und Piraterie, aber diese Begriffe beruhen
eigentlich auf einem Materiellen Verstaendniss von Software, welches
aber falsch ist. Den Software kann nicht im
herk"omlichen Sinne gestohlen werden, sondern sie wird kopiert, damit
wird erstmal dem Software Hersteller kein direkter Schaden
zugefuegt, der Schaden wenn "uberhaupt h"ochstens indirekt, wenn
derjenige, der die Software kopiert hat sie sonst auch gekauft h"atte.

Die Idee hinter der Freien Software war es nun, dem Benutzer die
Rechte wiederzugeben, die die meisten Software Hersteller ihm genommen
haben, n"amlich das freie verteilen und ver"andern von Software.


\subsection{GNU General Public License}
Um die Grunds"atze der Freien Software zu sch"utzen wurde die GNU
General Public License\footnote{http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html}
(kurz GPL) geschrieben. Diese gibt dem Benutzer von unter der GPL
stehender Software, die Rechte, die Software zu verteilen und zu
ver"andern. Im Gegensatz zu Lizenzen wie der BSD Licenze erlaubt es
die GPL aber nicht unter GPL stehende Software in propriet"are
Software einzubinden, sondern sie erzwingt mit hilfe des Copyrights,
dass unter GPL stehende Software auch in ver"anderten Versionen wieder
unter GPL stehen muss.

\subsection{Das GNU System}

Mit dem GNU/Linux System begann es nicht erst mit der
Entwicklung des Linux Kernels im Jahr 1991, sondern der
Grundstein wurde schon viel Fr"uher gelegt und zwar 1984 mit
der Gr"undung von GNU\footnote{
GNU steht f"ur \emph{Gnu's not Unix} und ist
ein rekursizes Akronym}.

Das GNU Projekt wurde ins Leben gerufen um ein komplett freies
Betriebssystem samt Anwendungs Programmen zu schreiben. Wobei der
Begriff \emph{frei} hier nicht im Sinne von kostenlos zu sehen ist
sondern im sinne von Freier Software. Als, dass der Benutzer das Recht
hat die Software zu ver"andern und zu verteilen. Das GNU System sollte
dabei kompatible zu Unix sein, aber es erweitern und verbessern wenn
n"otig.

Im Jahr 1985 hatte das GNU Projekt schon eine vielzahl an
Tools, unter anderem den Texteditor Emacs\footnote{
  Emacs ist ein in Lisp Programmierbarer Texeditor, durch
  seine Programmierbarkeit erlaubt er eine nahezu unbegrenzte
  erweiterbarkeit. Inzwischen gibt es f"ur den Emacs
  erweiterungen, die es erlauben ihn als wissenschaftlichen
  Taschenrechner(calc), als Mail und News Reader, als
  Datenbank oder gar als Shell Ersatz (eshell) zu benutzen. 
  }
einen yacc kompatiblen Parser Generator, sowie einen Compiler
und einen Linker.

In den folgenden Jahren kamen neue Tools dazu und die
vorhandenen wurden erweitert, aber eine wichtige komponente
zum System fehlte noch, der Kernel. 

\subsection{Der Hurd Kernel}

Der Hurd Kernel wurde etwa zur selben Zeit begonnen wie der Linux
Kernel. Seine Entwicklung verlief aber nicht eher chaotisch wie die
Entwicklung des Linux Kernels, sondern die Entwicklung eines Kernels
war schon seit l"angerem vom GNU Project geplant, aber aufgrund
verschiedener Probleme immer wieder verz"ogert worden.

Im Jahr 1986 hatte die FSF damit begonnen den TRIX Kernel ihren
Bed"urfnissen anzupassen und zu fixen. Das wurde aber ein Jahr sp"ater
zugunsten des überlegenden Mach Micro Kernels aufgebeben. 1990,
nachdem der Mach Kernel unter einer freien Lizens herausgegeben wurde,
wurde dann damit begonnen den Hurd Kernel auf basis des Mach Kernels
zu entwickeln. Doch die Entwicklung ging im vergleich zu Linux
relative schleppend voran. Den im Gegensatz zu Linux ist der Hurd
Kernel nicht so sehr auf bew"arter Technology aufgebaut, sondern
betritt in vielen Gebieten Neuland. So ist der GNU Hurd kein
monolithischer Kernel, sondern baut auf einem Micro Kernel auf. 
% fixme: mehr technische details zum Hurd %

Der GNU/Hurd Kernel erreicht nun auch langsam ein Stadium in dem
erbenutzbar wird und das Debian Project arbeitet an einer auf Hurd
basirenden Distribution, \emph{Debian GNU/Hurd}.
    
\section{Der Linux Kernel}

Der Linux Kernel entwickelte sich anders als das GNU System, er war
nicht mit dem Ziel gestartet worden ein Enduser Kernel zu werden und
war auch nicht durch grossartig durch ethische oder philosophische
Geschichtspunkte motiviert. Statt dessen entstand er viellmehr durch
die teils chaotische zusammenarbeit von vielen interessierten unter
der F"uhrung des finischen Informatik Studenten Linus Torvalds.

Das ganze begann im April 1991, als Linus anfing an einem neuen
unixartigen Betriebssystem zu arbeiten. Das Projekt war anfangs nur
dazu gedacht den 386er n"aher kennenzu lernen und so wurde auf
portabilit"at und "ahnliche Gesichtspunkte erstmal wenig wert gelegt.
Als Ausgangspunkt f"ur das Projekt diente Minix, ein kleines
kostenpflichtiges Unix Betriebssystem, das vorallem f"ur den
Unterricht gedacht war.
Einige Monate sp"ater, Im Oktober 1991 kam dann die erste oeffentliche
Linux Version heraus, 0.02. Sowohl die Bash als auch der GNU Compiler
waren portiert worden und teilweise lauff"ahig. 
Die Monate darauf folgten weitere Versionen und weitere Leute ({\em Hacker})
schlossen sich an. Es gab auch einiges an Libraries die f"ur Minix
geschrieben wurden und jetzt auf Linux portiert wurden.
Mit 0.11 kam dann die erste Version heraus, die eigenst"andig war,
alle vorigen brauchten noch Minix um sie zum laufen zu bringen.

Mit Version 0.12 wurde Linux dann unter die GNU GPL gestellt, da die
vorherige Lizense zu ristriktive war, so erlaubte sie zum Beispiel nicht,
dass man mit Linux Geld machen durfte.

%% Erste Distri? %%

% Version 1.0? %
% Version 2.0? %

% Der Linux Kernel wurde 1991 als Hobby Projekt von Linus Torvalds
% gestartet. Linus hatte interesse an Minix, einem kleinen Unix System
% von <!-- FIXME Name? --> Andre Tannenbaum und er wollte dessen
% limitationen umgehen und ausserdem noch den 386er Prozessor genauer
% kennenlernen.  So kam es dann auch, die erste Version <!-- Nummer? -->
% von Linux wurde anfang 1991 im Internet veröffentlicht. Bald fanden
% sich mehr und mehr Leute zusammen, die an dem Kernel mit arbeiteten.
      
\subsection{Tux - Der Pinguin}

Jedes grössere Project braucht natürlich auch ein Maskottchen und so
kam es dann auch das irgendwann jemand auf der Kernel Mailing Liste
vorschlug ein Maskottchen zu erstellen. Linus hatte darauf hin den
vorschlag, das es ein Pinguin sein sollte. In den folgenden
Diskussionen ging es dann darum wie der Pinguin gestalltet werden
sollte. Es wurde vorgeschlagen eine starken Pinguin zu haben der die
Welt hält, doch das wurde schnell wieder verworfen. Das Maskottchen
sollte einfach nur stolz auf seine geleistete arbeit sein und da
sitz. So kam es dann auch, Lerry Ewing <!-- spelling? --> zeichnete
mit einer frühen Version von The Gimp\footnote{http://www.gimp.org}
den Linux Pinguin. Inzwischen ist der Pinguin, gennant Tux, so populär
geworden, das es ihn sogar als Stofftier, Sticker und T-Shirt
gibt. Eine Ende seines erfolges ist nicht abzusehen.
 
\section{KDE und Gnome - Linux auf den Desktop?}
      
\subsection{KDE - Probleme mit QT}
Im Laufe der Zeit wurde klar das Linux noch etwas wichtiges
fehlte. Technisch war das System bereits recht gut ausgereift, doch es
fehlte noch eine einfach zu bedienende grafische Oberfl"ache (GUI).
KDE, welches 1996 von Matthias Ettrich ins leben gerufen wurde, sollte
diese L"ucke f"ullen. Doch KDE war aber nicht unumstritten. Es setzte auf
das grafische Toolkit QT von Troll Tech auf, dieses Toolkit war aber
keine Freie Software [FIXME: siehe irgendeine aeltere c't], sondern
lediglich f"ur den nicht-kommerziellen Einsatz kostenlos. Au"serdem
setzt KDE auf die Programmiersprache C++ auf, dieses ist an sich nicht
schlimmes, doch unter Unixen ist C die traditionell mit Abstand am
verbreiteste Programmiersprache.

Das alles hatte mehrere Konsequenzen, einerseits wurde das Projekt
\emph{Harmony} gestarted, das einen freien Ersatz f"ur QT schaffen
sollte und andererseits r"uckte Gnome st"arker in den Vordergrund.

Troll Tech ver"offentlichte QT 2.0 unter einer neuen Lizense, der
QPL. Diese Lizense machte QT nun zu Freier Software, aber die Probleme
waren damit noch nicht gel"ost, den die QPL ist nicht kompatible zur
GPL. Das f"uhrte unter anderem dazu, da"s ein Teil von KDE nicht in
Debian enthalten ist.

\subsection{Gnome}
Das Gnome Projekt wurde, wie KDE, gegr"undet um eine komplette
komfortable Desktop Umgebung zu schaffen. Gnome setzte dabei von
Anfang an auf ein freies Toolkit, n"amlich
\emph{GTK+}\footnote{http://www.gtk.org}. GTK+ ist im Rahmen der
Entwicklung von \emph{The Gimp} (siehe Seite \pageref{gimp})
entstanden und hatte sich dort bew"art.

\subsection{GNUstep}

\section{Was noch fehlt}
\subsection{Spiele}
\subsubsection{Problem und Hindernisse}
Die Entwicklung und verbreitung von PC Hardware wurde, schon immer,
vorallem durch die Computerspiele voran getrieben.  Bei den
Betriebssystemen ist es ähnlich, es wird das genutzt auf dem die
aktuellen Spiele laufen. Wenn man sich nun Linux in den letzten Jahren
angeschaut hat, sah es etwas düster aus. An Spielen gab es nicht viel,
Nethack, Empire, Gnuchess und ein paar weitere Spiele, also
haupts"achlich Adaptionen von Brettspielen und ein paar meist
Textbasierte Rollenspiele.  Aber alles in allem gab es keine Spiele
wie sie auf dem komerziellen Mark zu finden sind, also First Person
Shot, Flugsimulationen oder "ahnlich aufwendiges. Woran lag das?

Zum einen war Linux noch nicht so weit verbreitet, dass es für den
komerziellen Spiele Mark interessant war und zum anderen Fehlte es an
Hardware Treibern. Die einzigen verfügbaren Treiber für 3D Hardware
waren lange Zeit die Treiber für die Voodo Karten von 3Dfx. Erst nach
und nach <!-- FIXME: insert date --> rückten Matrox <!-- FIXME: ?? -->
und Nvidia nach. Und mit dem im März 2000 herausgegebenen XFree4.0,
war auch endlich eine Software verfügbar, die das Interface für die
Entwicklung von Hardware beschleunigung zur verfügung stellt.

Neben der Hardware Unterstützung fehlte noch ein weiteres wichtiges
Element, so zum Beispiel die Game SDKs (Software Development Kit).
Also Libraries, die alles zur verfügung stellen was man zum Entwickeln
oder Portieren von Software braucht, unter Windows wäre das zum
Beispiel DirectX. Unter Linux fehlten solche Libraries lange Zeit. Als
eine der erste Libraries hatte PenguinPlay das Ziel ein solches GSDK
für Linux zur verfügung zu stellen, doch das Projekt scheiterte, da
sich nicht genügent Freiwillige fanden, die mitarbeiten wollten und da
so einiges anderes auch schiefgelaufen war.  Erst ein Jahr <!-- FIXME:
Zeit? --> später kamen mit ClanLib, SDL und Plib drei Libraries auf
die Bühne, die das Zeug hatten für die Entwicklung von Komerziellen
oder freien Spielen zu genügen.

\subsubsection{Kommerzielle Spiele}
Eines der ersten kommerziellen Spiele, welches auf GNU/Linux umgesetzt
wurde war wohl Doom\footnote{Doom ist in Deutschland indiziert} von id
Software. Der Quell Code des Spiels wurde ebenfalls herausgegeben, da
das Spiel für id Software nicht mehr von komerziellem interesse
war. Später portierte id auch noch Quake und gab ebenfalls den Quell
Code unter GPL frei.

% FIXME: More infos ueber Loki hier, wie siehst mit anderen
% Spielefirmen aus?
Speziell für die Umsetzung von Windows Spielen auf GNU/Linux wurde die
Firma Loki Software gegründet.


\subsubsection{Freie und Kostenlose Spiele}
In den letzen zwei Jahren ist auch die Anzahl an freien Open Source
Spielen mehr und mehr gestiegen. Ein grosser Teil dieser Spiele sind
dabei Klones von älteren, aber sehr populären Spiele. Eines der ersten
grösseren Spiele für Linux war wohl FreeCiv, ein Klone eines der
erfolgreichsten Computer Spiele überhaupt, Civilisation. FreeCiv ist
dabei nicht nur ein Clone, sondern verbessert dabei die Ursprüngliche
Spiel Idee so gut wie möglich. So hatte Civilisation lange Zeit keinen
Multiplayer Modus, diesen mangel hatte man bei FreeCiv erkannt und
beseitig, so bietet FreeCiv Multiplayer Fähigkeit über ein Locales
Netzwerk oder über das Internet. Weitere Spiele ließen nicht lange auf
sich warten, Pingus\footnote{http://www.pingus.cx}, ein
Lemmings Klone, wurde Ende 1998 begonne. Tux - A Quest for Hering\footnote{http://tuxaqfh.sourceforge.net},
ein 3D Jump'n Run ähnlich Mario64, folge kurz darauf. Beide Spiel
haben gemeinsam, das sie das Linux Maskottchen Tux als Hauptfigure
einsetzen.
                  
%% Parsec, FreeCiv, Pingus, Tux_AQFH, Tuxracer, XRacer,
%% glTron, bzflag, Flightgear

\subsection{Office Packete und sonstige Applikationen}
Ein weiterer Teil von Software, der lange Zeit auf GNU/Linux fehlte
waren gr"o"sere Anwendungen im Sinne von Adobe Photoshop oder
Microsoft Office. Es war am Anfang auch nicht klar ob sich solche
gro"sen Anwendungen im Rahmen von Freier Software entwickeln lassen,
denn das mei"ste an Freier Software waren eher kleinere Tools.
Doch es sollte sich zeigen, dass auch in diesem Bereich die Freie
Software funktioniert. Den Anfang machte \emph{The Gimp}.

\subsubsection{The Gimp}
\label{gimp}
\emph{The Gimp}\footnote{http://www.gimp.org}, geschrieben
von Peter Mattis und Spencer Kimball und ver"offentlicht unter der
GPL, war eine der ersten gr"o"seren Applikationen.
Es ist ein Bildbearbeitungs Programm "ahnlich Adobe
Photoshop. Am Anfang, als es 1996 ver"offentlicht wurde in Version
0.54, basierte es noch auf dem nicht freien Toolkit Motif, doch dieser
Mangel wurde erkannt und beseitigt [FIXME: Wer, warum?]. Vier Monate
noch Version 0.54 wurde Version 0.60 ver"offentlich, diese basierte
nun nicht mehr auf dem nicht-freien Motif, sondern auf dem freien
Toolkit GTK (Gimp Toolkit). GTK stellte sp"ater dann auch die basis
f"ur Gnome dar.

\subsubsection{KOffice}
Im Rahmen von KDE sollte auch bald ein Office Packet entstehen, KOffice.

1. Dr. Oliver Diedrich: (odi) Blick in die Zukunft 6. Internationaler
Linux-Kongress in Augsburg aktuell, Linux-Kongress, Linux-.Kongress,
GUUG, Netfilter, IA64, XFS, ext3, LVM, SGI, ext2, InterMezzo, ALSA,
Video4Linux, KOffice c't 20/99, Seite 46

2. Torben Weis: (ju) Kompositionen in ``K'' Das CORBA-basierte
Komponenten-Modell für KDE Report, KDE, KOffice, CORBA, KDE, MICO c't
2/99, Seite 152


\subsubsection{Abiword und Gnumeric}
Auf Seiten von Gnome sind im Augenblick zwei Office Applikationen am
entstehen, Abiword und Gnumeric. Abiword ist ein Textverarbeitungs
Programm "ahnlich Microsoft Word.

und Gnumeric ist eine Tabellen
kalkulation "ahnlich Microsoft Excel. 


\section{Wie wirds weitergehen?}
\subsection{Linux}
Bei der Betrachtung, der Zukunftsaussichten von Freier Software muss
man inzwischen unterscheiden zwischen dem erfolg von Freier Software
und dem Betriebssystem GNU/Linux im speziellen. Die Tatsache, dass
GNU/Linux mehr und mehr beliebtheit finden, hei"st nicht zwangsl"aufig,
da"s sich dadurch auch die Freie Software weiter entwickeln wird. 
Der Grund daf"ur ist, da"s Linux, wenn seine Benutzerzahlen erstmal
eine kritische Masse "uberschritten haben, mit der Zeit auch mehr und
mehr Hersteller von properit"arer Software anziehen wird. Ein
gro"ser Teil der Linux User legen auch gar keinen allzugro"sen Wert auf
Freie Software, sie dient mehr als Mittel zum Zweck, wenn das System
l"auft ist der User zufrieden, wenns dazu noch frei ist, ist da"s ein
netter Zusatz, aber keine Grundvoraussetzung. Es k"onnte nun also
geschehen, da"s sich properit"are Software Packete sich auf Linux
"uber kurz oder lang einb"urgern und nicht mehr Sonderf"alle sind, wie
es heutzutage ist. Wenn dieser Fall einmal Eintritt, werden die
Newuser, die neu zu Linux kommen, das als gegeben Ansehen. Sie werden
Linux vermutlich einfach als ein zuverl"assiges Betriebssystem
kennenlernen und von der Freiheit die es ihnen bietet vermutlich nicht
mehr so viel mitbekommen, wie es heute der Fall ist. Wenn es denn so
kommt, wird sich die Userschaft, wie es heute auch schon der Fall ist,
in zwei Lager Teilen, der eine Teil wird nichts gegen properit"are
Software haben, der andere wird sie ablehnen und auf Freie Software
bestehen. Diese Trennung w"urde es zweifellos schwerer machen, da"s
sich Freie Software auf breiter Basis durchsetzt, beziehungsweise
w"urde eine solche Trennung den Prozess verlangsamen.

Ein zweites m"ogliches Szenario w"are, da"s sich die Idee der Freien
Software verbreitet. Wenn ein gen"ugent gro"ser Teil der Linux
Benutzer f"ur Freie Software einsteht und diese Meinung auch so
vertritt, da"s die Firmen merken, da"s sich mit properit"arer Software
unter Linux keine gro"sen Gewinne machen lassen, stattdessen aber
Firmen, die Freie Software unterst"utzen Erfolge verbuchen
k"onnen. Wenn sich erstmal etablierte Gesch"aftsmodelle entwickeln,
die zeigen, da"s man mit Freier Software Erfolg haben kann, k"onnte
sich die Freie Software vielleicht auch in der Wirtschaft
durchsetzen. W"are 


\subsection{Freie Software "uberall?}


% Die Erfahrung zeigt, da"s Freie Software funktioniert. Applikationen,
% bei denen fr"uher gesagt wurde, da"s sie wahrscheinlich nie im Rahmen
% Freier Software entstehen k"onnten, sind entstanden und erfreuen sich
% bester beliebtheit. KDE und Gnome werden auch immer besser und
% "uberfl"ugeln Windows schon in vielen Bereichen. Nun stellt sich die
% Frage, wie es weitergehen wird, die Antwort darauf wird die Zukunft
% bringen, doch hier schon mal ein paar Spekulationen.

% Da Freie Software schon heute Applikationen f"ur sehr viele
% verschiedene Anwendungsbereiche hat, wird der Anteil an abgedeckten
% Anwendungsbereichen wohl auch in Zukunft vergr"ossern. Au"serdem
% erfreut sich GNU/Linux immer gr"o"serer beliebtheit und verdr"angt
% Windows mehr und mehr. Langsam aber sicher wird GNU/Linux vermutlich
% auch den weg auf den Desktop finden. Was dazu im Augenblick noch fehlt
% ist ein breiter Support von Hard- und Software Firmen, doch der ist
% auch nur eine Frage der Zeit. Viele Firmen unterst"utzen GNU/Linux
% bereits jetzt, weitere werden wohl noch folgen.


\newpage
\begin{thebibliography}{99}
\bibitem{cathedral}
  The Cathedral \& the Bazaar --- Musings on Linux and Open Source by
  an Accidental Revolutionary, Eric S. Raymond, October 1999 O'Reilly
\bibitem{kofler}
  Linux, Michael Kofler, 1999 Addison Wesley
\bibitem{opensource}
  Open Source - kurz \& gut, 1999 O'Reilly \& Associates, Inc.
  
%\bibitem{hackers}
%  Hackers, [FIXME: Wer, wann, wo?]
\end{thebibliography}

\end{document}

%% EOF %%

