Softwarepatente stellen in immer höherem Maße eine Gefährdung für die Entwicklung neuer Programme dar. Innovationen auf dem Softwaresektor basieren heute selten auf komplett neuen Verfahren, sondern auf der geschickten Verknüpfung bereits vorhandener Algorithmen in einem neuen Projekt. Damit dies funktioniert, ist der Zugriff auf ein großes Repertoire von Algorithmen von großer Wichtigkeit. In den letzten Jahren hat leider die Praxis zugenommen (insbesondere in den U.S.A.) Patente auf Verfahren mit äußerst geringer Innovationshöhe zu erwerben.\footnote{Als bekanntes Beispiel sei hier Amazons One-Klick\trade-Patent genannt. xyz} Neuentwicklungen werden so insbesondere in mittelständischen Unternehmen, in denen der Schwerpunkt der Entwicklung statt findet, erschwert. Selten können sie sich die Lizensierung eines Verfahrens leisten, bzw. verfügen nicht über das finanzielle Polster, in einer von einem großen Konzern gegen sie angestrengten Patentklage die Trivialität des Patents aufzeigen zu können. Ironischerweise ist die Problematik bei Freier Software, die ja grundsätzlich quelloffen ist, noch verschärft. Es ist so für Patentinhaber besonders leicht nachzuprüfen, ob ein patentiertes Verfahren genutzt wird. Da Freie Software an sich für die Programmierer keinen direkten Gewinn abwirft, können sie natürlich auch keine Lizenzkosten für patentierte Verfahren bezahlen. Aus den genannten Gründen sind daher die Forderungen kommerzieller Interessenverbände als auch die von Interessengemeinschaften im Bereich Freier Software\footnote{ Z.B. LinuxTag e.V. oder Linux-Verband " ive"' } nachvollziehbar, die eine Erhöhung des Patentierungsniveaus\footnote{ } für sinnvoll halten und mit ihren Einwänden besonders die bevorstehende (???) Änderung des euro