% Marcel Martin
% Freie Software an Schulen

\section{Freie Software an Schulen}

%ingo: Wir haben noch keine Vorteile von Freier Software erwähnt, das kommt erst weiter hinten
%ingo: Der Anfang sollte also irgenwie umgestaltet werden
%mm: hmm, wir könnten ja auch einfach die vorteile von freier software vorher
% einfügen...

% Todo: Quelle raussuchen
Die bekannten Argumente für Freie Software gelten natürlich auch für den 
 Einsatz in Schulen: Geringe Kosten, hohe Sicherheit, leichte Erweiterbarkeit, 
 vor allem ersteres. Aber kommt es wirklich so stark darauf an?
 Für eine Schule, die sich darum kümmert, ist es recht einfach möglich 
 "`Microsoft-Partnerschule"' zu werden.
 Somit erhält man alle wichtigen Microsoft-Programmpakete zum kostenlosen 
 Unterrichtseinssatz, selbst zu Hause dürfen die Lehrer die Software nutzen.
%Todo: verifizieren
%Todo: www-addr dazu suchen

% Problematisch allerdings, dass dies den Schülern nicht gewährt wird. 
% Wenn sie nun privat an ihren in der Schule erstellten
% Dokumenten weiter arbeiten möchten, muss z.B. MS Office natürlich -- falls es 
% noch nicht vorhanden war -- für viel Geld
% auch auf den Heimrechner. Realistisch gesehen werden allerdings Raubkopien
% genutzt. Der von der Schule ausgehende Druck auf
% ihre Schüler, die gleiche Software

Wichtiger scheinen andere -- eher pädagogische -- Gründe zu sein, die für
 Freie Software sprechen. Hat der Lehrer die Möglichkeit, eher theoretische
 Probleme  der Informatik, wie z.B. Sortieralgorithmen oder die "`binäre Suche"'
 an einem  realen Programm vorzuführen, das von diesen Techniken Gebrauch macht,
 sollte es ihm  eher gelingen, das Schülerinteresse zu wecken.

Aber auch die andere Richtung ist möglich: Selbsterstellte Programme finden durch
 eine passende Lizenz den Weg in die Öffentlichkeit. Interessant wird es, sobald
 das  Programme tatsächlich für andere Nutzen hat. Beinahe zwangsläufig wird es
 woanders  genutzt werden und erzeugt Rückmeldungen, Anfragen, die beantwortet
 werden müssen,  was zur Förderung eines Verantwortungsbewusstseins beiträgt.
 Mit viel Glück  erreicht das Projekt eine große Verbreitung, sodass die Anfragen
 (wohl meistens in  Form von E-Mails) in englischer Sprache ankommen -- schon
 wird der Unterricht fächerübergreifend.

Leider sind diese Ideen größenteils Utopie; dass es aber dennoch funktioniert,
 zeigt das Projekt der FIXME-Schule, die in Zusammenarbeit mit der Universität
 Münster ein funktionsfähiges Rastertunnelmikroskop gebaut haben. Die selbst
 erstellte Software, Schaltpläne und Bauteilelisten sind unter einer freien
 Lizenz verfügbar. Für "`Forschungsprojekte"' wie dieses ist eine freie Lizenz
 optimal: Es geht nicht darum, den Geld-Gewinn zu maximieren, sondern den
 Wissensgewinn. Indem die Software und Baupläne freigegeben werden, erhalten
 die Schüler und Uni-Mitarbeiter das bestmögliche Feedback von den Benutzern.

% FIXME: Schule mit nano-proj
% fussnote: quarks

