% Marcel Martin

\section{Motivation}
Einige der Autoren dieses Dokuments haben schon selbst an der Entwicklung
 und Verbesserung von sogenannter Freier Software teilgenommen oder sogar eigene
 Projekte ins Leben gerufen. Zum Teilnehmer einer Community geworden, die eine
 für viele neuartige Ideologie vertritt, erkannten wir, dass Freie Software (bzw.
 die Ideologie dahinter) für viele nur unzureichend in bekannte gesellschaftliche 
 Strukturen einzubetten ist.

Dies ist einer der Punkte, den wir in diesem Dokument nachzuholen versuchen.
 Weitere Themen sind zunächst die Grundlagen, auf denen die Community
 aufbaut. Im weiteren behandeln wir wirtschaftliche, rechtliche und
 politische Aspekte der Freien Software. Zum Schluss erlauben wir uns einen 
 Ausblick, wie es um die Zukunft der Freien Software bestellt ist. \autor{mm}

\section{Grundgedanke der Freien Software}
Zu Beginn der Computerentwicklung waren die Quelltexte zu allen Programmen
 offen. Jeder konnte die Software seinen eigenen Bedürfnissen anpassen, kopieren
 und sowohl veränderte als auch unveränderte Versionen an andere weitergeben.
 Dies war ebenso selbstverständlich wie es heute für uns ganz normal ist täglich
 mit Software zu arbeiten, deren Quelltexte nicht einzusehen sind. Mit der
 zunehmenden Verbreitung von Computersystemen und der damit steigenden
 kommerziellen Bedeutung von Software änderte sich dies jedoch sehr deutlich.
 Firmen gingen immer mehr dazu über, den Quelltext ihrer Software als ein
 Geheimnis zu betrachten, das niemand außer ihnen erfahren durfte.

\subsection{Freie Software}
Die Idee hinter der Freien Software ist es, den Benutzern die Rechte
 wiederzugeben, die die meisten Softwarehersteller ihnen genommen haben:
 Das freie Verteilen und Verändern der Software. Dieser Gedanke hat
 bis heute auf der ganzen Welt eine wachsende Zahl von Anhänger gefunden.
 Dieser Gemeinschaft von Programmierern ist es zu verdanken, dass heute eine
 ganze Reihe höchst erfolgreicher Freier-Software-Projekte existieren, von 
 denen wir die wichtigsten im weiterem Verlauf der nächsten Abschnitte
 vorstellen\linebreak werden. \autor{hs}

\subsection{Open-Source-Software}
Der Begriff \emph{Open Source Software} (kurz OSS) wurde durch das von
 Eric Steven Raymond\footnote{ 
   \href{http://www.tuxedo.org/~esr/}{http://www.tuxedo.org/\textasciitilde esr/}}  ins Leben
 gerufene Open Source\footnote{ \hrefn{http://www.opensource.org/}} Project
 geprägt. Er bezeichnet im Wesentlichen dasselbe wie der
 Begriff der Freien Software, doch die Motivation dahinter ist eine andere.

Während die \emph{Free Software Foundation}\footnote{ \hrefn{http://www.fsf.org/}}
 Freie Software vor allem dadurch begründet sieht, dass sie dem Benutzer
 einer Software die größtmögliche Freiheit gibt, geht die Open-Source-Bewegung
 mehr den kommerziellen Weg, indem sie die Gründe
 für Open-Source-Software praktisch begründet. Es wird z.\,B.
 angegeben, dass die Entwicklung meist schneller gehe und auch das Finden von
 Fehlern (Bugs) leichter werde, wenn die Quellen offen liegen.

Durch die Open-Source-Bewegung entstand aber das Problem, dass viele neue Lizenzen
 entstanden sind, die den Benutzer in seiner Freiheit einschränken. Beispiele
 hierfür sind die Apple APSL oder die Sun Community Source License, diese bieten
 zwar dem User die Möglichkeit, sich den Quellcode anzuschauen, aber erlauben das
 Verändern nur eingeschränkt oder gar nicht. Außerdem räumen sie dem
 Unternehmen meist Sonderrechte ein, so zum Beispiel dass alle Änderungen am
 Quellcode in proprietäre Versionen übernommen werden dürfen. \autor{th/ir}
